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Dieses Mal soll es um einen der tragenden Nebencharaktere unseres Buches gehen.
Wie wir hoffentlich schon mal irgendwann erklärt haben hat für das RPG jede von uns ein paar Charaktere, die sie hauptsächlich schreibt. DarkFairy hat Coelestin und Corwyn. Grace, Pride und Isane stammen von mir.
Zusätzlich haben wir aber noch sogenannte offene Charaktere, die von uns beiden geschrieben werden.
Und einer davon ist kein anderer als der Höllenfürst und ehemalige Erzengel: Luzifer. Er wird dennoch öfter von mir als von Fairy geschrieben, aber das liegt glaube eher daran, dass solche Charaktere eher zu mir passen (laut Fairy). Sie kann dafür besser mit Geistlichen und „Himmlischen Geflügel“ umgehen. 😉
Da er einer unserer Lieblingsfiguren ist, widmen wir ihm hiermit seinen eigenen Beitrag und nutzen die Gelegenheit um auch ein bisschen was zu seiner Entstehung zu erzählen.

Nachdem wir die anderen Charaktere eingeführt hatten war es an der Zeit ihnen auch mal ein paar Steine in den Weg zu legen…neben dem König versteht sich. 😉
Ich weiß gar nicht mehr wie genau wir darauf gekommen sind, aber irgendwann hatten wir dann die Idee, die Todsünden dazu zu verwenden und wer würde sich besser eignen, die Seele eines Sünders einzusammeln, als der Höllenfürst höchst selbst?

Luzifer ist ein Charakter, der auf mehreren anderen aufbaut und somit entspricht er einem Typ, der in vielen anderen Werken auch auftritt – und den ich schon immer faszinierend fand.
Er nimmt diverse Gestalten an, hat aber immer die gleichen Grundzüge.
Er ist gerissen, magisch versiert und hat eine besondere Wirkung auf das weibliche Geschlecht.
Und er ist Opfer eines furchtbaren Running-Gags….

Als wir ihn das erste Mal verwendeten, beschrieb ihn Fairy wie folgt:

„Der Mann hatte die Beine übereinander geschlagen und hielt einen Gehstock, mit einem Totenkopf am oberen Ende, in der Hand. Er hatte einen dünnen Schnurrbart, der an den Enden gezwirbelt war und einen Spitzbart. Seine Haare wirkten ein bisschen wie Hörner auf […]. Auf dem Tisch neben ihm lag ein schwarzer Hut mit einer langen roten Feder. Außerdem trug der Mann ein weinrotes Seidenhemd und einen langen rot- schwarzen Mantel.“ (Anm.: Den Schnurrbart hat er mittlerweile nicht mehr.)

Nach etwas weiterem Fortschritt der Szene schrieb ich dann Folgendes:

„Nun nahm er seinen Hund in die Hand und spielte damit während er weiter sprach.“

Dies war das erste Mal, dass uns sein Hund begegnete und ich habe verschiedene Theorien, wieso ich gerade dieses Wort anstatt „Hut“, was es eigentlich werden sollte, geschrieben habe.
Aber wieso ist es ein Running-Gag?
Nun ja, immer wenn wir über unsere Outtakes sprechen kommt irgendwann der Hund zur Sprache. Als ich 2009 Fairy besucht hatte wurde das Ganze auch auf etwas andere Art besprochen.
Aus irgendeinem Grund hatten sich Fairy, Fissel und Wusel (Fairy’s Schwester und eine Freundin der beiden) vorgestellt, wie Luzifer den armen Hund am Schwanz packt und ihn – wie ich es mir ursprünglich für den Hut vorgestellt habe – im Kreis schwingt.
Aus diesem Bild entstand dann später der Gedanke ein Spin-Off bzw. eine Szene zu machen, in der Luzi – wie wir ihn auch gerne nennen – mit einer undefinierbaren Substanz auf seinem Hemd erscheint und das mit „Ach, mein Hund musste sich übergeben.“  abtut.
Weitere Verschreiber und Versprecher folgten – ich muss jedes Mal wieder überlegen, welches der Wörter ich nun eigentlich gerade nutzen will…
Aber wieso Hund?
Eine meiner Theorien ist, dass sich einfach die Wörter „Hut“ und „Hand“ zusammengetan haben, weil mein Hirn schon bei Letzterem war.
Eine andere Theorie ist  die Hauptinspirationsquelle für diesen Charakter.

Einem Charakter, den ich unglaublich faszinierend finde und über den ich mich auf meinem eigenen Blog schon recht ausführlich ausgelassen habe: Mephistopheles aus dem Klassiker Faust von Johann Wolfgang von Goethe (zum Nachlesen: *klick*).
Mephisto begegnet Faust das erste Mal in der Gestalt eines Pudels und da Luzifer stark an diesen Charakter angelehnt ist wird mein Hinterkopf wahrscheinlich seinen Teil zur Entstehung des Hundes beigetragen haben.

Kurz bevor ich den Blog-Eintrag oben geschrieben habe, hatte ich mich ein bisschen mit der nordischen Mythologie auseinander gesetzt und einen weiteren „Charakter“ entdeckt, der ähnliche Züge hatte wie Mephisto: Loki, der objektiv betrachtet ein Gott ist, aber trotzdem ein Charakter/eine Figur der Edda.
Inspiriert von einer der Geschichte entstand eine Szene, die offiziell erst noch geschrieben werden muss. Eine Szene, in der Loki’s (bzw. Luzi’s) Verwandlungskünste eine tragende Rolle spielen, aber auch andere kleine Andeutungen gemacht werden. Wenn man die Szene genauer betrachtet, könnte man auch Parallelen zur bösen Königin aus Schneewittchen und mit ganz doll zugekniffenen Augen auch zur ursprünglichen Rumpelstilzchen Version sehen…es gab zu viel Gerede um Snowwhite and the Huntsman zu der Zeit als die Szenen-Idee entstand…und das andere ist unbewusst entstanden und mir erst aufgefallen als ich auf Grund von Once Upon A Time mir die alten Märchen nochmal angeguckt hab…

Der Grund, warum ich allerdings angefangen habe mich mit den Nordischen Mythen zu beschäftigen ist schlicht und ergreifend die Verunglimpfung eben jener durch Marvel.
Durch die Verfilmungen gab es dann auch eine weitere Inspirationsquelle, die das Auftreten des Höllenfürsten in einer anderen Szene beeinflusst hat.

Es klingt zwar jetzt schon wieder so, als wenn ich nur Charaktere kopiere, die ich gut finde, aber dem ist nicht so. Ich mag einfach diese Art von Charakter und setze sie auf die Art um, wie sie für unsere Geschichte passt. Und für Luzifer scheint es gut zu passen, sonst würden seine Szenen nicht zu unseren Lieblingsszenen zählen. 😉

Übrigens verwenden wir „Luzifer“ und „Satan“ synonym, auch wenn das so nicht ganz richtig ist. Die Verknüpfung beider ist erst viel später entstanden und die haben wir für uns genutzt.

Wie ich eingangs schon gesagt habe ist Luzifer einer unserer Lieblingscharaktere.
Er hat seinen eigenen Charme und hat es dennoch geschafft das Opfer einiger Witze zu werden.

Wir hoffen natürlich, dass euch unsere Version dieses Charakters mindestens genauso gut wie uns gefällt. 🙂

PoiSonPaiNter

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Lies auf Deutsch

Character description – Luzifer

This time we are dealing with one of the leading side-characters of our book.
As we hopefully have mentioned some time before has either of us some characters that she mainly wrote. DarkFairy has Coelestin and Corwyn. Grace, Pride and Isane are penned by me.
Additionally we have so-called open characters that are written by both of us.
And one of those is none other than the Lord of Hell and former Archangel: Luzifer.
He is still more often than not written by me instead of Fairy, but that is probably due to the fact that I am better fit for such characters better (according to Fairy). She on the other hand is better with clerics and „Celestial Poultry“. 😉
As he is one of our favourite characters we dedicate him his own post and use this opportunity to talk a bit about his creation.

After we introduced the other characters it was time to lay some obstacles in their way…aside from the King of course. 😉
I can’t really remember how, but at some point we had the idea to use the Deadly Sins for this and who would be better suited to do collect the soul of a poor sinner, if not the Lord of Hell himself?

Luzifer is a character that is based on several others and therefore is on par with a type that appears in other works – and which I always found fascinating.
He takes various forms, still has the same basic-features.
He is cunning, magically versed and has a certain effect on the female population.
And he is the victim of a horrible Running-Gag…

When we used him for the first time, Fairy described him as follows:

„The man had crossed his legs and held a cane, with a skull at the upper end, in his hand. He had a thin mustache that was twirled at the ends and a goatee. His hair that looked a bit likes horns to […]. On the table beside him lay a black hat with a long red feather. Furthermore the man wore a wine red silken dress shirt and a long red and black coat.“ (Note: He does not have the mustache any more.)

After some further progress of the scene I wrote the following:

„And now he took is dog in his and and played with it while he continued to speak.“

This was the first time that we would encounter the dog and I have several theories as to why I wrote that word instead of „hat“, which it should have been.
But why is this a Running-Gag?
Well, whenever we talk about our Outtakes the dog comes up at some point. When I visited Fairy in 2009 the whole thing was even discussed in a different way.
For some reason Fairy, Fissel and Wusel (Fairy’s sister and a friend of them) imagined how Luzifer took the poor dog by its tail and – as I had originally imagined it for the hat- swirled it around in a circle.
From this picture a thought for a Spin-Off or rather a scene was created in which Luzi – as we like to call him as well – appears with an undefinable substance on his shirt and dismisses it with „Ah, my dog just had to puke.“
More miss-spells and slip of tongues followed – and I have to think every time again, which word I really wanted to use just then…
But why dog („Hund“)?
One of my theories is that simply the German words for hat („Hut“) and hand („Hand“) banded together as my brain was already with the latter.
Another theory is the main source of inspiration for this character.

A character that I consider to be utterly fascinating and about whom I held forth about at length on my own blog: Mephistopheles from the classic Faust by Johann Wolfgang von Goethe (for continued reading: *click*).
Mephisto encounters Faust for the first time in the shape of a poodle and as Luzifer is strongly based on this character it probably was in the back of my mind and added its part to the creation of the dog.

Shortly before I wrote the blog-entry above I had a look into the Norse mythology and discovered another „character“ that had similar traits as Mephisto: Loki, who viewed objectively is a god, but nevertheless a character of the Edda.
Inspired by one of the stories a scene was created that officially has yet to be written. A scene in which Loki’s (or Luzi’s) shape shifting abilities play a leading role, but also some other hints are made.
Looking more closely on the scene you can see parallels to the evil queen from Snow White and with really squinted eyes even to the original Rumpelstiltskin version…it was too much talk about Snowwhite and the Huntsman at that time…and I realized the other thing when I had a re-look at the old fairy tales after watching Once Upon A Time

The reason why I even started to occupy myself with the Norse Myths was quite simply the scurrility of those used by Marvel.
Through the film version there was another source of inspiration that influenced the behaviour in another of the Lord of Hell’s scenes.

It again sounds like I am only copying character that I like, but it’s not like that. I really like the kind of character and use it in a way that fits our story. And as for Luzifer it seems to fit, otherwise his scenes would not belong to our favourites. 😉

By the way do we use „Luzifer“ and „Satan“ synonymously, even though this is not really correct. The connecting of these two occurred way later and we did use that for us.

As written in the beginning is Luzifer one of our favourite characters.
He has his own charms and yet had made it to become the victim of several jokes.

We obviously hope that you like our version of this characters at least as much as we do. 🙂

PoiSonPaiNter

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