Dein Bild – Eine Geschichte auf Abwegen – Teil 2

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Vor einer ganzen Weile haben wir euch davon berichtet, dass wir Rahel und Sarah von Clue Writing angeschrieben haben um Geschichten zu tauschen. Die beiden haben von uns Bilder im Sinne unseres Dein Bild – Eine Geschichte bekommen und wir haben von den beiden Clues (Stichwörter) und Settings (Spielorte) bekommen, um in ihrem Sinne etwas zu schreiben.

Ihren Teil des Austauschs haben wir schon längst bekommen und den findet ihr hier: Dein Bild – Eine Geschichte auf Abwegen.

Den ersten Teil von unserer Seite – und wir bitten vielstmals um Verzeihung für die Verzögerung – könnt ihr heute hier finden.

Dafür haben wir uns beim Schreiben an die Clue Writing Regeln gehalten:

  • Eine Geschichte ist im Durchschnitt 1.100 Wörter lang (mindestens 870, höchstens 1.700), inklusive Titel
  • Es gibt fünf Clues und ein Setting, die in der Geschichte enthalten sein müssen (fett markiert)

Die Clues sind in diesem Fall: Denkvorgang, Skype, Verwilderung, Stempel, Briefkasten und das Setting: Torbogen.

Also dann, viel Spaß beim Lesen!

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Herzlos

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(c) Linda Dannenberg/Selenophile Art

(c) Linda Dannenberg/Selenophile Art

Herzlos

Da stand sie nun.
Die wunderbarste Frau, der ich je begegnet war.
Wunderschön, klug, voller Liebe und Warmherzigkeit.
Ich wusste all dass, weil ich über die Jahre gelernt hatte andere Menschen zu lesen, nicht weil mein Herz es mir sagte, dass sie diese Eigenschaften in sich vereinte.
Nein, mein Herz konnte mir diese Dinge nicht sagen, denn es war gut verschlossen in einem Kästchen bei einer Hexe. Weiterlesen

Das Versprechen

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(c) Rüdiger Lange

(c) Rüdiger Lange

Das Versprechen

Trübsinnig blickte er auf das weite Meer hinaus, die Arme fest um seine angezogenen Knie geschlungen. Die ganze Nacht hatte er sich kaum von der Stelle gerührt und nun war der neue Tag endlich angebrochen. Die Sonne lugte bereits hinter dem Horizont hervor und tauchte den Himmel in ein blasses, rotes Licht.

Nach und nach vertrieben die Strahlen die Dunkelheit der Nacht, der Himmel hellte sich zu einem blassen Blau auf, doch es half nicht gegen die Dunkelheit in seinem Herzen.

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2015 im Rückblick

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Wir haben euch ja schon mal einen kleinen Rückblick über unser Projekt „Dein Bild – Eine Geschichte“ in der Jahresmitte gegeben. Heute, da das Jahr zu Ende geht, wollen wir auf die restlichen Monate zurückschauen.

Viel Spaß dabei!

Juli

Anfang Juli erzählte euch Poisonpainter Die Legende vom verlorenen Schlüsselbund, aber auch von Vorbereitungen für die der Mönch Lukas aus ihrem Adventskalender vom letzten Jahr wieder auftauchen durfte. Weihnachtsgeschichten passen einfach so gut in den Sommer. 😉

In diesem Monat gab es dann endlich auch mal wieder ein paar Fortschritte bei Warlords, denn wir haben uns bei Fairy getroffen und sind in einen regelrechten Überarbeitungsmarathon verfallen.

August

Im August hat sich Poison mal an einem Märchen versucht und die Geschichte einer Mispel vorgestellt.

In diesem Monat ging auch unser Projekt ein bisschen auf Abwegen, als sich Sarah und Rahel von Clue Writing an Geschichten zu Bildern versucht haben. Leider sind wir den beiden unsere Austausch-Geschichten noch schuldig, wobei die von Poison zumindest schon als Entwurf existiert.

September

Passend zur Tagundnachtgleiche hat Poison im September mit Aequus eine Art Fortsetzung für eine weitere Adventskalender-Geschichte geschrieben.

Oktober

Im Oktober hat Fairy es endlich geschafft mal wieder etwas zu schreiben und mit Tizian einen ihrer neuen Lieblingscharaktere eingeführt, der noch immer in der Nacht vom Krieg geplagt wird.

Für Halloween hatten wir uns dann eine Zusammenfassung der anderen Art überlegt und euch mal ein paar unserer Geschichten zusammengefasst, die wir als Grusellektüre sehen.

November

Noch immer in Halloween-Stimmung gab es Anfang November von Poison noch eine Geschichte, die sich mit der Seelenwanderung in dieser dunklen Nacht beschäftigt.

Dezember

Im Dezember kribbelte es in Fairys Fingern Tizian’s Geschichte weiterzuführen und so berichtete sie uns über seine Verluste.

Eigentlich wollte Poison auch noch eine Geschichte fertig stellen, aber irgendwie hat sie das dann doch nicht mehr geklappt… Das wird aber im neuen Jahr nachgeholt, wie so viele andere Geschichten auch noch.

Wir sind auf alle Fälle erstaunt darüber und stolz darauf, dass wir es geschafft haben mindestens eine Geschichte im Monat zu veröffentlichen!

Was war eure Lieblingsgeschichte 2015?
Wünscht ihr euch mehr Geschichten oder wollt eine zu einem eurer Bilder haben?Dann schaut doch hier vorbei und erfahrt wie es geht!

Unsere Vorsätze für 2016

  • Wir wollen regelmäßiger Schreiben.
  • Wir wollen Warlords weiter überarbeiten.
  • Wir wollen schlichtweg voran kommen 🙂

Mal sehen, ob wir das schaffen. >_<

Und hier noch ein paar Zahlen von den WordPress Statistik-Elfen:

Hier ist ein Auszug:

Eine Cable Car in San Francisco fasst 60 Personen. Dieses Blog wurde in 2015 etwa 970 mal besucht. Eine Cable Car würde etwa 16 Fahrten benötigen um alle Besucher dieses Blogs zu transportieren.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Kommt gut ins Neue Jahr – Wir sehen uns in 2016!

Eure

DarkFairy & PoiSonPaiNter

Verluste

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(c) Jörg Becher

Verluste

Der schwere süße Duft der rosafarbenen Blüten hing schwer in der frühlingswarmen Luft. Insekten zirpten und surrten irgendwo im Gras.
Tizian stand auf einem der vielen Wege und ließ seinen Blick über die Gräber schweifen. Eigentlich war er hergekommen um den Ehrenfriedhof zu besuchen und den Gefallenen aus dem Krieg im Süden die Ehre zu erweisen. Nun aber hielt dieser prachtvoll blühende Baum seinen Blick gefangen. Ein flüchtiges, kaum sichtbares Lächeln huschte über sein Gesicht und in seinem Innersten stieg ein lang vergessenes Gefühl auf.
Das was er fühlte, war etwas wie Freude. Keine große überschwängliche oder alles erfüllende Freude. Es war eher ein Hauch davon. Wie ein sanfter warmer Frühlingshauch. Für einen Moment erfreute sich Tizian an der der Schönheit der Natur, glaubte, dass das Leben trotz aller Widrigkeiten die größte Macht sei. Doch dieser Moment war so schnell vergangen, wie er gekommen war.
Sein Blick fiel wieder auf die Gräber und als er sein Gewicht verlagerte, schossen altbekannte Schmerzen durch sein rechtes Bein. Tizian grunzte vor Schmerz und das warme Gefühl war verschwunden. An seine Stelle trat die einzige Gewissheit, die Tizian heute kannte: Letztlich obsiegte immer der Tod. Er rang das Leben nieder und nichts währt ewig außer ihm.

Tizian humpelte weiter.
Als er im Morgengrauen dieses Frühlingstages die Stadt erreichte, auf deren Friedhof er nun unterwegs war, hatte er gleich gewusst, dass er früher oder später zu den Kriegsgräbern gehen würde. In seiner Abteilung hatten viele Männer aus dieser Stadt mit ihm gedient. Weiterlesen

Wenn die Seelen wandern geh’n

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(c) Shaylana Dreamcatcher

(c) Shaylana Dreamcatcher

Wenn die Seelen Wandern Geh’n

Hoch in den Wolken thronte der volle Mond und reflektierte seine hellen Strahlen hinab auf die finstere Erde. Die Sträucher und Bäume wiegten sich sanft im Wind und erfüllten die Luft mit melodischem Rauschen. Kaum ein Tier wagte es sich zu rühren, nur die Nachtjäger waren auf der Pirsch, aber auch sie waren vorsichtig in dieser Nacht. In dieser Nacht, in der die Toten in die Welt der Sterblichen zurückkehrten und unter ihnen wandelten. Weiterlesen

Grusellektüre aus dem Hause DF.PP Entertainment

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Heute ist zwar nicht Sonntag wie üblich, wenn wir was schreiben, aber wir wollten es uns nicht nehmen lassen euch am heutigen Halloween (oder auch Samhain) ein paar unserer doch etwas gruseligeren Geschichten ans Herz zu legen, um euch die Stunden in dieser düsteren Nacht zu vertreiben. Also viel Spaß!

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Krieg in der Nacht

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(c) Katrin Brockmann-Propp

Krieg in der Nacht

Tizian, ein junger Mann von Mitte 20, stand am Fenster seines Wirtshauszimmers und sah auf die sich verdunkelnde Landschaft hinaus. Während draußen die Sonne hinter dem Horizont verschwand, verwandelte sich die Welt in ein Meer aus Schatten. Die kahle Weide vor dem Fenster war bereits nur noch ein schwarzer Umriss. Tizian fürchtete die Nacht. Nicht die Dunkelheit war es oder Fantasiegestalten, die ihn ängstigten, sondern die Tatsache, dass die Nacht bedeutete, dass er wieder schlafen gehen musste. Weiterlesen

Aequus

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(c) Rüdiger Lange

(c) Rüdiger Lange

Aequus

Erste Sonnenstrahlen bahnten sich bereits ihren Weg durch das dichte Blätterwerk des Waldes. Er spürte sie auf seiner Haut, aber sie waren längst nicht mehr so kräftig, wie noch vor einigen Wochen. Die Zeit war gekommen.
Der Sommer verabschiedete sich und der Herbst machte sich auf den Weg.
Nun würde es nur noch wenige Stunden dauern, bis der Wechsel vollzogen war und dafür musste alles vorbereitet sein. Für einen Moment blieb er stehen und ließ die Sonne über seine Haut wandern. Der Wind strich in einer leichten Brise durch sein langes Haar und seine hellen Gewänder und für einen Moment sog er die Ruhe des Augenblicks in sich auf, denn bald würde die Lichtung von Stimmen und Gesang erfüllt sein.

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